Heiss, heisser, ESF in Graubünden
Der Freitag begann für die Standschützen Salenstein am Bahnhof Mannenbach an einem dieser legendären Sommertage, an denen selbst die Sonne schwitzt. Ein Tag mit Hitzerekor – natürlich genau dann, wenn der Höhepunkt des Schützenjahres ansteht. Zum Glück verfügte der Car über eine Klimaanlage, die tapfer gegen die meteorologische Übermacht ankämpfte. Ohne sie wäre die Truppe wohl schon vor Chur geschmolzen.
Am späteren Vormittag erreichte man den Schiessplatz Rossboden in Chur, wo Waffenkontrolle, Ummeldungen und ein erster Einblick ins Festzentrum warteten. Danach ging es weiter nach Küblis, wo am Nachmittag fleissig geschossen wurde. In Küblis wurden wir freudig empfangen und den hungrigen Schützen ein leckeres Mittagessen serviert. Mit Glace, viiiiiiel Glace.
Nach dem Mittag ging es mit dem Wettkampf los. Trotz der Hitze blieb die Stimmung heiter – einige vertrieben sich die Wartezeit bis zu ihrem Einsatz mit einer Abkühlung im eisig kalten Fluss neben dem Schützenhaus. Während einer nach dem anderen auf allen vier zugeteilten Schieben versuchte persönliche Bestresultate zu Schiessen, haben die anderen die Festwirtschaft auf dem Schiessplatz unterstützt. Es waren jederzeit genügend kühlende Getränke (und Glace) bereit.
Im Schützenhaus selber wurde es zeitweilig hitzig, es wurde um jeden Punkt gekämpft. Den einen gelang es besser, den anderen bleibt noch Potential fürs nächste Eidgenössische. Die Details sind unten auf der Rangliste zu finden. Nach 5 1/2h Schiessen war es an der Zeit, wieder in den Car einzusteigen und sich über die Klimaanlage zu freuen.
Gegen Abend rollte der Tross nach Davos. Und dort geschah das Wunder: Nach einem Tag, der sich wie ein Aufenthalt in einer überdimensionierten Bratpfanne angefühlt hatte, war es in Davos angenehm kühl. Ein Aufatmen ging durch die Standschützen. Zimmerbezug, frische Bergluft, ein bisschen (mehr) Ausgang – perfekter Abschluss eines heissen, aber mehrheitlich erfolgreichen Tages.
Der Samstag startete entspannt. Nach einer kühlen (und teilweise sehr kurzen) Nacht, haben sich alle beim Frühstück gestärkt.
Zuerst ging es zurück nach Chur zum Abrechnen und viele Erinnerungspreise wanderten bei den Naturalgaben über die Theke. Während die Ü21 Schützen die Reise weiter Richtung Lenzerheide angetreten haben, startete bei den Jungschützen das “Warm-Up” für den Tag der Jugend in Chur. 5 Jungschützen hatten sich für diesen Qualifiziert. Zum Mittagessen waren die Jungschützen inkl. Leiterin vom ESF eingeladen. Auch hier zog sich das Motto durch: es wurde geraten ob das Essen oder die Temperatur im auf allen Seiten geschlossenen Zelt wärmer waren. Es sei nur soviel gesagt: die Zwiebelsauce war so heiss, dass man den Teller zuerst etwas stehen lassen musste…
Nach dem alle verpflegt waren, hiess es in die mentale Vorbereitung für den Wettkampf am Nachmittag zu gehen. Am besten geht dies natürlich mit kühlen Getränken. Als Wettkampf wurden 10 Schuss Einzelfeuer und 2×5 Schuss Serie geschossen. Von den ca. 600 JS kamen 8 ins Final. Von den JS der Standschützen hatte das trotz guter Resultate niemand geschafft. So hiess es die Erinnerungsgeschenke in Empfang nehmen und mit den darin enthaltenen Snacks (und dem verdienten Glace) die Wartezeit zu überbrücken bis der Car zurück nach Chur kam.
Während dessen haben die Ü21-Schützen in der Biathlonarena einen sportlichen Nachmittag verbracht. Neben einer Führung haben sich die meisten auch einmal in einem Biathlon Trianing versucht. Es war spannend einmal eine andere Schiessdisziplin genauer kennen zu lernen. Glücklicherweise hat sich der Himmel während dem Probetraining zugezogen, so dass alle ihre Höchstleistung erbringen konnten.
Anschliessend ging es mit einem Zwischenhalt in Chur um die müden, aber gut gelaunten Jungschützen einzusammeln, zurück Richtung Salenstein.
Ein Wochenende voller Hitze, Höhenluft, Humor und vielen Kränzen. Und vielen “weisch no am Eidgenössiche im Bündnerland wo…”


















